Lexikon | - PROOF Druck- und Medienproduktion Erfurt

Lexikon

Ablegen

Abfärben der Druckfarbe auf die darüberliegenden Bogen

Acrobat

G Adobe-Software für das Erzeugen und Lesen von PDF-Daten.

Additive Farbmischung

G Das Prinzip der additiven Farbmischung gilt bei Farben, die von Lichtquellen ausgehen. Die Überlagerung der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) gleicher Intensität ergibt Weiß. Diese Primärfarben und deren Mischung (Überschneidung der Lichtfarben) ergeben zusammen den Farbkreis, in dem die Mischfarben Magenta, Gelb und Cyan (Grundfarben der subtraktiven Farbmischung) jeweils zwischen den Grundfarben angeordnet sind, aus deren Mischung sie entstehen. Auf die Netzhaut im Auge treffen an derselben Stelle beide Lichtstrahlen, die sich zu einem neuen Farbeindruck addieren. Die additive Farbmischung wird angewandt bei Computerbildschirmen, Fernsehern, Projektoren, Scannern und Digitalkameras.

Akzidenzen

Sammelbegriff für Drucksachen geringeren Umfangs, z.B. Privat-, Geschäfts- und Werbedrucksachen.

Altarfalz

Auch Gatefold oder Fensterfalz genannt. Einschlagen der jeweils äußeren Hälfte einer Seite.

Alterungsbeständig (Papier)

Abhängig von Stoffklasse bzw. Papierrohstoff; je höher der Anteil von Holzstoff, desto schneller vergilbt das Papier. leicht holzhaltig = schnelles Vergilben holzfrei = vergilbt kaum

Andruck

Probedruck, meist auf speziellen Andruckmaschinen; zur Kontrolle der Farb- und Wiedergabequalität von Bildern.

Anschnitt

Zugabe bei Bildstellen, die bis über den Papierrand hinauslaufen. Um "Blitzer" nach dem Schneiden zu vermeiden, wird das Bild ca. 2 bis 3 mm über die Papierbegrenzung hinausgezogen.

Auflage

Anzahl der Exemplare einer Drucksache. Je höher die Auflage, desto günstiger wird das einzelne Exemplar!

Auflösung

Digitale Bilder und Zeichen werden aus einzelnen Bildpunkten zusammengesetzt. Die Auflösung (dpi = dots per inch) besagt, ob dafür wenige grobe oder viele feine Punkte verwendet werden. Für den Offsetdruck müssen Bilder in einer Auflösung von 300 dpi vorliegen!

Ausschießen

Das nach Falzmuster vorgegebene Anlegen der einzelnen Seiten auf einem Bogen. Nach dem Drucken, Falzen und Heften stehen die Seiten folgerichtig hintereinander.

Bedruckstoff

Sammelbegriff für alle bedruckbaren Materialien, z.B. Papier, Pappe, Karton, Kunststoff- und Metallfolien, Stoffe, Holz u.s.w.

Beihefter

Fertig anzuliefernde Drucksachen, die beim Verarbeiten mit der Zeitschrift verbunden werden.

Beilage

Lose beigelegte Blätter zum Trägerobjekt, wie z.B. Karten, Prospekte oder Warenproben

Belichtung

Übertragen von Bild- oder Textvorlagen auf ein lichtempfindliches Material, wie Film, Fotopapier oder Druckplatten.

Beschnitt

1. siehe *Anschnitt* und 2. Teil des Bogens, der beim Schneiden wegfällt.

Beschnittzeichen/-marke

Linien/Marken, die die Seitengrenzen markieren an denen geschnitten wird.

Bilderdruckpapier

Oberbegriff für zweiseitig gestrichene leicht holzhaltige, fast holzfrei und holzfreie Bilderdruckpapiere. matt, glänzend...

Blindmuster

Unbedruckte Muster von Druckprodukten, die aus dem gleichen Material wie spätere Drucke hergestellt sind.

Broschur

Dünnes, einfach gebundenes Heft (meist klammergeheftet).

Broschüre

Publikation von 5 bis 48 Seiten mit Papier- oder Kartonumschlag, die nicht periodisch erscheinen.

Buch

Nach Definition der UNESCO von 1964: "Eine nicht periodisch erscheinende Publikation mit mindestens 48 Seiten".

Buchbinderei

Fachbetrieb, der die von der Druckerei gelieferten Druckbögen weiterverarbeitet.

Cellophanierung/Folienkaschierung

Die Beschichtung eines fertigen Drucks mit einer dünnen Plastikfolie zum Schutz und zu Veredelungszwecken.

CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Black)

Prozessfarben für den Druck. Schwarz sorgt hier für eine bessere Kontrastwiedergabe.

Computer to Plate (CtP)

Druckformherstellung für den Offsetdruck, die direkt aus dem digitalen Datenbestand des Computer Publishing durch zeilenweiße Laserbelichtung lichtempfindlich beschichteter Druckplatten erfolgt. Dieser direkte Weg erspart die bei anderen Verfahren notwendige Film- und/oder Kopiervorlagenherstellung.

Computer to Press

Direktbelichtung von Druckplatten aus dem digitalen Datenbestand auf dem Druckformzylinder der Druckmaschine.

Copyright

Eine mit der Jahreszahl versehene Angabe, bei wem die Urheber- und Vertriebsrechte liegen.

Deckenband

Bezeichnung für das "klassische" Buch, bei dem der Umschlag größer ist als der Buchblock.

Desktop-Publishing (DTP)

Sinngemäß übersetzt: Computergestütztes Publizieren vom Schreibtisch aus. Beim DTP werden alle Schritte von der Text- und Bilderfassung über das Be- und Verarbeiten dieser Informationen bis hin zur Ausgabe der kompletten Druckvorlage durch Drucker, Plotter oder Belichter interaktiv mit Hilfe von Programmen unter Bildschirmkontrolle vom Arbeitsplatz am Computer aus gesteuert.

Digitaldruck

Druckverfahren für geringe bis mittlere Auflagenhöhen. Hierbei wird der Datensatz direkt an den Drucker weitergegeben, ohne vorher eine Druckvorlage herzustellen. Somit auch nachträgliche Änderungen und Personalisierungen ohne größeren Kostenaufwand möglich.

Digitalproof

Belegverfahren von Reproduktionen; auch als Andruckersatz. Der Druck erfolgt direkt vom digitalen Datensatz über den DTP-Computer.

DIN/-Formate A B C

DIN=Abkürzung für: Deutsche Industrie Norm. DIN-Formate der A-Reihe: A0=841x1189mm, A1=594x841mm, A2=420x594mm, A3=297x420mm, A4=210x297mm, A5=148x210mm, A6=105x148mm, A7=74x105mm, A852x74mm, A9=37x52mm

dpi (dots per inch)

Punkte (Pixel) pro Zoll: Maßeinheit für die Ausgabeauflösung von Druckern, Belichtern oder Bildschirmen, Bildschirme lösen im Allgemeinen 72 dpi auf, Laserdrucker zwischen 300 und 1800 dpi, Belichter zwischen 600 und 1200 dpi, Scanner bis hin zu 11000 dpi. Hohe Auflösung bedeutet großes Datenvolumen.

Druckbogen

Ungefalzter Bogen aus Papier oder Karton. Auf einen Druckbogen passen meist mehrere Seiten. Ein gefalzter Druckbogen wird als Lage bezeichnet.

Druckfarbe

Homogenes Gemisch aus Farbpigmenten, Bindemitteln, Trocken- und Zusatzstoffen. Druckfarben werden für die verschiedenen Druckverfahren mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Druckeigenschaften hergestellt, z.B. besonders deckend, lichtecht, lösemittelecht, schnell oder langsamer trocknend, abriebfest etc.

Druckform

Je nach dem Druckprinzip unterschiedliches Trägermaterial, auf das die Druckvorlagen übertragen werden. Im Offsetdruck alle auf einer Druckplatte ausgeschossenen Druckseiten. Ebenso die fertig belichtete Druckplatte im Hochdruck, Tiefdruck, Siebdruck und Flexodruck.

Druckpunktzuwachs

Vergrößerung des Rasterpunktes durch die Übertragung von Rasterbildern auf ein anderes Medium. Der auffälligste Zuwachs entsteht beim Abdruck der Druckform auf den Bedruckstoff.

Druckvorlagen

Unterlagen, die fertige Dokumente (Texte, Bilder, Grafiken) beinhalten, so dass sie an die Druckerei weitergeleitet werden.

Dummy

Layouts oder Ausdrucke werden zu einen Muster zusammengebastelt. Dadurch können Drucker und Buchbinder erkennen, in welcher Abfolge die Seiten stehen.

Duplexbild

Eine Abbildung, die aus zwei Farben besteht, meist Schwarz-Weiß plus reduzierte Zusatzfarbe, etwa Gelb.

Einlage

Gedrucktes Objekt, das in ein anderes Printprodukt eingelegt werden soll, z.B. Zeitungsbeilage oder Postkarte.

Einrichtezeit

Zeit die man benötigt, um mit den neu eingelegten Druckplatten einen Job register- und farbgenau drucken zu können. Die Druckbogen, die für die Einrichtezeit verdruckt werden, nennt man Makulatur.

EPS (Encapsulated Postscript)

Diese Dateien enthalten die Beschreibungen einer Grafik oder einer ganzen Seite mit Text und Grafik. Nur noch die Größe kann verändert werden und nicht mehr der Inhalt.

Fadenheftung

Bei der Fadenheftung wird jeder einzelne Signaturbogen zunächst mit einer Fadenheftung gebunden und anschließend zu einem Buchblock verarbeitet. Erst danach wird der Bucheinband mit einem Kleber am Buchrücken fixiert. Diese Bücher sind sehr hochwertig und haltbar.

Falzen

Falzen ist das "scharfkantige Umbiegen" einer Papierbahn oder eines Papierbogens an einer gerillten oder genuteten Biegestelle entlang, die auch als Falzbruch bezeichnet wird. Beim Falzen spricht man vom Parallelfalz und vom Kreuzfalz. Beim Parallelfalz verlaufen die Falzbrüche parallel zueinander. Beim Kreuzfalz wird stets die längere Bogenseiten halbiert.

Farbauszug

Zerlegung einer farbigen Vorlage in die Druckergrundfarben (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz). Der Farbauszug entsteht beim fotomechanischen Verfahren durch Vorschalten eines Farbfilters in der jeweiligen Komplementärfarbe zwischen Druckvorlage und Film während der Belichtung.

Farbbalance

Korrekte Kombination aus Cyan, Magenta und Gelb für die Wiedergabe einer Fotografie oder Originals ohne Farbstich und eines neutralen Grauwertes.

Farbechtheit

Qualitative Bewertung und Beurteilung der Beschaffenheit und Beständigkeit von Druckfarben hinsichtlich ihrer Licht-, Alkali- und Lösungsmittelechtheit etc.

Farbkalibrierung

Elektronischer Abgleich der Druckvorstufen-Ein- und Ausgabegeräte zur Gewährleistung einer korrekten Farbwiedergabe im Druck.

Farbproof

Analoges oder digitales Prüfen von Farbwerten durch Probedrucke.

Farbseparation

Der Prozess, der ein farbiges Original in die vier Primärfarben (CMYK) zerlegt, entweder mit einem Scanner oder unter Nutzung von RGB-Filtern.

Farbstaub/Nebel

Lose Farbpartikel, die sich von den Farbwalzen lösen und zu Störungen im Druck führen können.

Farbwerk

Im Druck eine Kombination aus verschiedenen Rollen und Walzen, die für die Übertragung der Druckfarbe aus dem Farbwerk auf die Druckplatte verantwortlich sind.

Feuchtmittel

Im Offsetdruck eingesetzte Lösung, die nichtdruckende Bereiche benetzt und von der Druckfarbenannahme abhält.

Finishing

Finishing ist die allgemeine Bezeichnung für alle veredelnden Arbeitsschritte nach dem Druck. Dazu zählen Arbeitsschritte wie etwa das Aufziehen von Postern auf Displays, Lamienieren und Kaschieren von Folien, Prägen, Stempeln, Stanzen, das Aufbringen von matten oder glänzenden Lacken, Duftlacken, Perforieren, das Ankleben von Postkarten oder Produktproben. All diese Prozesse sind hoch spezialisierte Verarbeitungsmethoden, die je nach Produkt unterschiedliche Verwendung finden.

Flexodruck

Heute wichtigstes Hochdruckverfahren. Dabei werden flexible Druckplatten auf dem Druckformzylinder der Rollenrotationsmaschine befestigt. Mit dünnflüssiger Druckfarbe können unterschiedlichste Materialien bis zur Rasterfeinheit von 54 Linien/cm bedruckt werden. Der Flexodruck gilt als sehr schnelles, unkompliziertes Druckverfahren, das sich sowohl für den Verpackungsdruck, aber auch für den mehrfarbigen Zeitungsdruck eignet.

Frequenzmodulierte Raster (FM-Raster)

Mit bloßem Auge kaum sichtbare punktförmige Druckelemente gleicher Größe, aber unterschiedlicher Menge je Flächeneinheit.

Grammatur

Beschreibung bei Papiergewichten. Das Gewicht wird nach Gramm pro Quadratmeter bestimmt.

Graukeil

Messstreifen mit verschiedenen Graustufen, der für eine Kontrolle der korrekten Wiedergabe der Vorlage eingesetzt wird.

Graustufen

Diskrete Tonwertstufen in einem Halbtonbild, typisch für digitale Daten. Die meisten Halbtonbilder weisen 256 Graustufen pro Farbe auf.

Greiferrand im Bogendruck

Der Rand an den Drucktrommeln, mit denen der Druckbogen festgehalten und das Papier um den Druckzylinder geführt wird.

Gummituch

Ein mit einem weichen Gummituch umspannter Zylinder, auf den zunächst das Druckbild von der Druckerplatte übertragen wird und von wo aus es anschließend auf das Papier gelangt.

Gussgestrichen

Gestrichenes Papier, das unter Druck gegen eine polierte Trommel gepresst wird und so einen dicken Strich und hohen Glanz erhält.

Halbtonvorlage

Bildvorlage, bei der zwischen dem hellsten und dunkelsten Ton– oder Halbtonwert noch Zwischentonwerte liegen, z.B. bei Schwarz-Weiß-Bildern die verschiedenen Grautöne. Die Zwischentöne werden im Druck durch verschieden große Rasterpunkte wiedergegeben.

HKS

Durch ein Nummernsystem gekennzeichnete standardisierte Farbtöne. Das HKS-System soll die Farbabstimmung zwischen Auftraggeber und Druckerei erleichtern, da über die HKS-Skala die gewünschten Farben eindeutig angegeben werden können.

Hochdruck

Druckverfahren, bei denen die druckenden Teile höher liegen als die nichtdruckenden Teile. Somit nehmen nur die erhöhten Teile der Druckform Farbe auf und geben diese auf das Papier ab. Bekanntes Hochdruckverfahren ist der Buchdruck.

Holzfreies Papier

Papier, dass aus reinem Zellstoff besteht.

HTML

Bei HTML (Hyper Text Markup Language) handelt es sich um eine Sprache, die dem Browser den Aufbau von Internetseiten "erklärt". Die Positionierung aller Elemente einer Seite, wie Bilder und Text wird in HTML festgelegt.

Imposition-Software

Ausschießprogramm, d.h. eine Software, die die Einzelseiten auf einen Druckbogen so in Position bringt, dass sie nach dem Falzen in der richtigen Reihenfolge stehen.

Imprimatur

Bezeichnung für die Erteilung der Druckerlaubnis (lat. Imprimatur = "es werde gedruckt")

Kalander

Maschine mit mehreren hochglanzpolierten Walzen für das Kalandrieren (glätten bzw. satinieren) von Papieren.

Kapitälchen

Großbuchstaben in der Höhe der Mittellänge.

Karton

Papiere mit einer Flächenmasse von ca. 150 bis 600g/qm.

Kerning

Unter Kerning (Unterschneidung) versteht man das Zusammen- oder Auseinanderrücken von Buchstabenpaaren, damit diese nicht durch unpassende Abstände die Ästhetik des jeweiligen Schriftbildes zerstören.

Klebebindung

Bei der Klebebindung werden die zu einem Buchblock gesammelten Bogen zunächst am Buchrücken angefräst und mit einem - je nach Umfang - Hotmelt-Schmelzkleber, Polyurethan-Klebstoff (PUR) oder Dispersionskaltleim verklebt. Nach dem Kleben wird der fertige Buchblock trimmergeschnitten (3-Seiten-Schnitt) und das Cover zugefügt. !!! Grundsätzlich muss beim Binden von Papier darauf geachtet werden, dass die Laufrichtung der Papierfasern parallel zum Heftrücken verläuft. Bei klebegebundenen Erzeugnissen gilt dies ganz besonders.

Kontaktproof

Druckverbindlicher, vom Kunden freigegebener Farbproof.

Kreuzbruchfalz

Falzart, bei der jeder nachfolgende Bruch rechtwinklig zum vorhergehenden erfolgt. Charakteristisch ist das Kreuz, das nach dem Auseinanderfalzen des Bogens sichtbar ist.

Lackieren

Klarer Lack aus einer Harz-Lösung, matt oder glänzend, der auf den gedruckten Papierbogen aufgebracht wird, um das Druckbild vor Abrieb zu schützen. Zur Veredelung werden aber auch partielle UV-Lacke eingesetzt.

Lage

Im Kreuzbuch gefalteter Bogen. Mehrere Lagen werden zu Buchblocks verarbeitet.

Laminierung

Die Beschichtung eines fertigen Drucks mit einer dünnen Plastikfolie zum Schutz und zu Veredelungszwecken.

Laserdruck

Elektrofotografisches Druckverfahren, bei dem das zu bedruckende Motiv als digitale Information vorliegt und mittels Laserstrahl auf eine elektrostatisch aufgeladene Fotohalbleitertrommel belichtet wird. An den belichteten Stellen fließt die Ladung ab, an den unbelichteten Stellen bleibt sie erhalten. Es ist also ein elektrostatisches Ladungsbild entstanden, an den Farbtoner haften bleibt. Das Bild auf der Trommel wird nun mittels Druck und/oder Wärme auf das zu bedruckende Material übertragen.

Laufrichtung

Die Faserrichtung innerhalb des Papiers. Auf der Papiermaschine richten sich die Fasern mit der langen Seite in Maschinenrichtung aus.

Laufweite

Buchstabenabstand eines Wortes. Im Font sind Informationen über Zeichenabstand enthalten. Im elektronischen Satz sind beliebige Modifizierungen möglich.

Layout

Gestaltung, Aufbereitung und Anordnung eines Mediums. Bei der Plattenherstellung die bestmögliche Anordnung für die Nutzenherstellung.

Leimung

Bestreichen der Papieroberfläche mit Leim. Das Papier wird dadurch weniger saugfähig.

Leitfähigkeit

Eine Maßeinheit, die zur Kontrolle des Feuchtmittels eingesetzt und durch den PH-Wert bestimmt wird.

Leporello-Falz

Falzart, bei der der bedruckte Bogen in wechselnder Richtung parallel gefaltet wird, auch Zick-Zack-Falz oder Ziehharmonika-Falz genannt.

Lichtechtheitsprüfer

Messgerät für das Prüfen der Lichtechtheit bei Druckfarben.

Lpi (lines per inch)

Linien pro Zoll. Maßeinheit, die die Auflösung von Halbtonbildern bei einer Laserausgabe angibt.

Magenta

Eine der drei Grundfarben der Euroskala DIN 16359 für den Mehrfarbenoffsetdruck. Magenta ist eine lasierende, bläulich-rote Druckfarbe.

Makulatur

G Die Papierbögen, die während der Einrichtezeit bedruckt werden - so lange, bis die Maschine so eingestellt ist, dass die Auflagenqualität erreicht ist.

Maschinengestrichen

Papier, das ein- oder beidseitig gestrichen aus der Papiermaschine kommt.

Maschinenglatt

Papier, das unbehandelt aus der Papiermaschine kommt.

Masse

Maß für die Dicke das Papiers. Angaben des Papiergewichtes werden in Gramm pro Quadratmeter angegeben.

Masterseite/Musterseite

Vordefinierte Seite in Layoutprogrammen, die neben der Seiteneinteilung auch typografische Vorgaben sowie Standvorgaben für Bilder enthalten kann.

Moiré

Als Moiré bezeichnet man eine regelmäßige Vorzeichnung, die durch die Wechselwirkung zwischen zwei geometrischen Mustern entsteht. Da ein Halbtonraster ein geometrisches Muster von Rasterpunkten darstellt, kommt es naturgemäß immer dann zu Moiré-Effekten, wenn zwei oder mehrere Raster übereinander liegen.

Nebeln

Bei unsachgemäßer Trocknung der Druckfarben, wenn das Lösemittel zu schnell wegschlägt, stauben die Pigmente und lösen sich vom Papier.

Offset

Flachdruckverfahren, das für den Druck die indirekte Bildübertragung mittels eines Gummituchzylinders einsetzt.

Opazität

Die Lichtdurchlässigkeit eines Papiers. Je opaker ein Papier ist, desto weniger scheint eine auf der Rückseite gedruckte Abbildung auf der Vorderseite durch.

Pantone matching system (PMS)

Farbfächer zur Identifikation von über 700 Sonderfarben. Das System soll die Farbabstimmung zwischen Auftraggeber und Druckerei erleichtern, da über das Pantone matching system die gewünschten Farben eindeutig angegeben werden können.

PDF (Portable Document Format)

Plattformunabhängiges Dateiformat von Adobe. PDF-Dateien können unter den verschiedensten Betriebssystemen betrachtet werden. Mittels Plugln lassen sich PDFs auch in vielen Browsern darstellen. Der für die Anzeige notwendige Acrobat-Reader (Software) wird von Adobe kostenlos weitergegeben.

Perforieren

In Papier oder Karton werden kleine Löcher oder Schlitze gestanzt, um Blattteile einfach knicken und abtrennen zu können.

Pigment

Kleinste feste Farbpartikel, die nicht wasserlöslich sind. Sie geben Druckfarben die Farbe, Transparenz oder Opazität.

Pixel

Kurzbezeichnung für picture element = Bildelement. Kleinstes quadratisches abbildbares Zeichen innerhalb einer Bild- oder Textinformation.

Plattenbelichter

Belichter für die direkte und digitale Belichtung von Druckplatten. Die Belichtung findet durch Laser statt, die auf bestimmte Plattenmaterialien abgestimmt sind.

Prägedruck

Ein Prozess zur Herstellung von besonderen Effekten bei Geschäftsbriefen, Postkarten, Etiketten usw.

Prägen

Die Prägung ist eine der anspruchsvollsten und zugleich wirkungsvollsten Veredelungsarten. Durch Deformieren des Bedruckstoffes mittels eines Klischees erreicht man eine Reliefbildung. Die Prägung kann nach dem Druck stattfinden oder auf dem leeren Bogen für das Anbringen einer Grundprägung. Dies nennt man Blindprägung. Für das Erreichen eines metallischen Effekts gibt es die so genannten Heißprägefolien, mit der sich spiegelglatte Flächen aus Aluminium, Gold, Silber oder Kupfer aufbringen lassen. Auch Hologramme lassen sich so nachträglich auf das Papier aufbringen.

Preflight

Datencheck in Prepress und Digitaldruck. Bevor ein Job bearbeitet wird, werden alle Dateien auf Vollständigkeit (u.a. Schriften und Verknüpfungen wie Bilder und Grafiken) und einwandfreien Zustand überprüft.

Primärfarben

Subtraktive (CMYK) und additive (RGB) Primärfarben.

Punkt

1.) Punktförmige Fläche im Raster
2.) Maßeinheit für Schriftgrößen
Didot-Punkt alt: 0,376 mm
Didot-Punkt neu: 0,375 mm
DTP-Point: 0,353 mm
Pica-Point: 0,351 mm

Rakel

Im Tiefdruck bestehen die Rakel aus metallischen Messern, die überflüssige Farbe vom eingefärbten Tiefdruckzylinder abrakeln.

Rasterpunktform

Eine elliptische Rasterpunktform führt zu einer besseren Gradation besonders bei den Mitteltönen.

Rasterwinkelung

Der Winkel, um den die einzelnen Filme bei Prozessfarbauszügen gegeneinander versetzt werden. Die richtigen Rasterwinkel sind entscheidend zur Minimierung von Moiré-Mustern.

Recyclingpapier

Aus entfärbten Altpapier hergestelltes Papier. Recyclingpapier wird Umweltschutzpapier genannt, wenn es weder gefärbt noch gebleicht und in einem geschlossen Wasserkreislauf hergestellt wird.

Register

1.) Lagegenauigkeit der Druckbilder auf Vorder- und Rückseite eines Druckbogens zueinander. 2.) Im Mehrfarbendruck die Lage der Farbauszüge zueinander.

Reprofähig

Qualitätsmerkmal einer Druckvorlage, die erst durch zusätzliche technische Bearbeitung reproreif ist.

Reproreif

Qualitätsmerkmal einer Druckvorlage, die erst durch zusätzliche technische Bearbeitung reproduzierbar ist.

Retusche

Manuelle oder elektronische Korrektur einer Vorlage oder Reproduktion.

RGB (Rot, Grün, Blau)

Die Primärfarben der additiven Farbmischung. Ein roter Farbfilter lässt rotes Licht ungehindert passieren, während er Blau und Grün absorbiert.

Ries

Variable Mengeneinheit für Papierbögen, meist aber 250, 500 oder 1000 Bögen.

RIP (Raster Image Prozessor)

Teil eines Ausgabegerätes, bestehend aus Hardware und/oder Software. Ein Post-Script-RIP wird verwendet, um aus Post-Script-Daten die Daten zu generieren, die dann an den Belichter zur Ausgabe auf Papier oder Film weitergegeben werden. Dabei berechnet der RIP aus vorliegenden Daten Bitmaps, die als gerasterte Farbauszüge belichtet oder gedruckt werden.

Rückstichheftung (Klammerheftung)

Die Klammerheftung ist die häufigste Art der Bindung. Sie wird für das Binden von Broschüren, Booklets, Katalogen und Magazinen eingesetzt.

Sammelhefter

Maschine, die gefalzte Bögen ineinandersteckt und rückstichheftet.

Stanzen

Stanzen ist eine Form der Weiterverarbeitung, bei der abweichend von geraden Trennlinien Teile vom Bedruckstoff getrennt werden. Dabei handelt es sich meist um die Herstellung von Aus- und Zuschnitten mit in sich geschlossenen Begrenzungslinien. Hier gibt es einmal die Möglichkeit, eine Form zu stanzen, deren Innenbereich herausgelöst wird, oder aber eine Form zu stanzen, bei der der äußere Bereich abfällt. Beispiele für erstgenannte Stanzart sind etwa Lochperforationen für Kalender oder Sichtfenster von Briefumschläge. Die andere Form produziert etwa Bierdeckel, Spielkarten, Mappen oder Zuschnitte für Faltschachteln. Verschiedene Arten von Stanzmappen haben wir zur Ansicht und zum Download als Service unter Stanzmappen.

Subtraktive Farbmischung

G Mischung der nicht selbst leuchtenden, subtraktiven Grundfarben, z.B. Cyan, Magenta und Yellow. In der Drucktechnik wird als vierte "Farbe" reines Schwarz benutzt und man spricht dann vom CYMK - Modell ( Cyan Magenta Yellow BlacK). Das CMYK-Modell hat per Definition der Grundfarben einen kleineren Farbraum als das RGB-Modell, es kann bestimmte Farbtöne nicht widergeben. Daraus entstehen viele der Probleme beim Farbdruck vom PC. G Die subtraktiven Primärfarben aus dem CMYK-Farbmodell bilden die Sekundärfarben des RGB-Farbmodells und umgekehrt.

Tiefdruck

Druckverfahren, bei dem die druckenden Teile tiefer als die nichtdruckenden Teile liegen. Die Druckformherstellung kann auf mechanischem oder chemischen Weg erfolgen. Anwendungsgebiete: Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucksachen in hoher Auflage und mit farbigen Bildern, Verpackungsmaterialien.

TIFF (tag Image File Format)

Ideales Format zum Speichern und Bearbeiten von Fotos, da dieses Bitmap-Grafikformat auch beliebige Grautöne oder Farben darstellt.

Toner

Feine pulverisierte oder flüssige Tonerfarben für den elektrofotografischen Digitaldruck, Ionografie oder Magnetografie.

Tonwertumfang

Die Spanne von den Spitzlichtern bis hin zu den Tiefen innerhalb einer Rasteraufnahme.

Tonwertzuwachs

Die Zunahme der Rasterpunktgröße im Druck, wodurch es meist zu einer Verschiebung der Tonwerte bei den Mitteltönen kommt.

True Colour

Ein Modus, mit dem echte Farben auf Bildschirmen dargestellt werden; mit 24 Bit Farbtiefe=16,7 Millionen Farben.

Typografie

Gestaltung eines Druckwerkes unter Verwendung verschiedener Schriftarten und Schriftgrade, lesefreundliche Gliederung und Raumaufteilung innerhalb eines Satzspiegels. Plazierung von Bildern und Grafiken etc.

Überdrucken

Das Bedrucken von Stellen, die bereits bedruckt sind.

Überfüllung

Geringfügiges Überlappen der Ränder von Schriften und Flächen anderer Formen, um zu vermeiden, dass bei geringfügigen Passerungenauigkeiten Blitzer entstehen.

UCR (Under Color Removal)

In dunklen Farbbereichen, die aus prozentual hohen Farbwerten jeder der drei Buntfarben bestehen, werden die Farbanteile von Cyan, Magenta und Yellow gleichmäßig reduziert und durch Schwarz ersetzt.

UGRA/FOGRA-Testkeil

Ein Messstreifen zur Kontrolle der richtigen Tonwertwiedergabe bei Druckplatten und im Druck.

UV-Druckfarben

Lösemittelfreie Druckfarben, die unter UV-Einstrahlung schnell aushärten.

Vakat

Unbedruckte Buchseite.

Verdruckbarkeit

Papiereigenschaften, die für den problemlosen/ problematischen Durchlauf durch die Druckmaschine Einfluss haben.

Vierfarbdruck

Druck von Farbsätzen mit unterschiedlichen Rasterwinkeln für jede der vier Grundfarben (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz).

Vorsatz

Einfach gefalzter Bogen aus stabilem Papier, durch den die Buchdecke mit dem Buchblock verbunden wird.

Wasserloser Offsetdruck

Ein besonderes Offsetverfahren, das unter Einsatz spezieller Druckplatten und Druckfarben ohne Feuchtmittel auskommt.

Wellenbildung

Auf Grund unterschiedlicher Feuchtigkeitsgehalte zwischen Papier und Umwelt kann es zu Wellenbildung an den Papierrändern kommen.

Wickelfalz

Parallelfalz, bei dem die einzelnen Seiten in einer Richtung um das innen liegende Blatt herumgewickelt werden.

Widerdruck

Bedrucken der Rückseite eines Bogens, dessen Vorderseite bereits bedruckt ist. Als Pendant zur Widerdruckseite nennt sich die zuerst bedruckte Seite Schöndruckseite.

Wire-O-Bindung (Spiralheftung)

Diese Art der Bindung wird häufig für einfache Bindungen von Papierbogen genutzt (Diplomarbeiten, Werbefolder, Notizblöcke usw). Die einfache Drahtheftung wird auch als Spiralheftung bezeichnet. Die Bogen werden dabei am Rücken gelocht und mit einer vorgefertigten Drahtheftung miteinander verbunden. Diese Heftungen gibt es aus Plastik oder Metall in verschiedenen Farben.

Workflow (=Abfluss)

Für ein Medium benötigte Prozessschritte von der Gestaltung bis zur Produktion.

WYSIWYG (What you see is what you get)

Gängige Abkürzung, die besagt, dass die Monitorabbildung exakt das Ergebnis simuliert, das später im Druck entsteht.

Yellow

Eine der subtaktiven Farben im Vier-Farb-Prozess. Gelb reflektiert rotes und grünes Licht und absorbiert blaues Licht.

Zeichensatz

Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen und andere Symbole einer Schriftart.

Zellstoff

Faserrohstoff, der durch chemische Aufbereitung aus Holz, Stroh, Gräsern und anderen cellulosehaltigen Pflanzen gewonnen wird und zur Papierherstellung dient.

Zick-Zack-Falz

Ein Bogen, der sich mit zwei parallel zueinander liegenden Falzbrüchen wie ein Akkordeon öffnen lässt.

Zusammentragen

Gefalzte Bogen eines Werkes werden zum Binden aufeinandergelegt.

Zuschuss

Über die benötigte Druckbogenanzahl hinausgehende, zusätzliche Papiermenge die zum Einrichten der Druckmaschine und bei Druckverarbeitung gebraucht wird.