Historie | - PROOF Druck- und Medienproduktion Erfurt

Historie

GESCHICHTE – erzählt, bebildert, aufgeschrieben und endlich auch geDRUCKt

Zuerst  in Stein geritzt, gepunzt, gemalt – Bilder: Schade, dass wir die Geschichten dazu nur noch erahnen können.

Dann in Uruk, die „Erfindung“ der Schrift: in Ton geDRUeCKt, auf Papyrus geschrieben, in Stein gehauen. Der Inhalt ist ganz prosaisch – Steuerlisten, Gesetzestexte aber im Laufe der Zeit auch Religiöses, (Schmink-)Rezepte u.v.m.
Vom Prinzip – heute wie vor 10.000 Jahren.

Zwischendurch die mühevolle Zeit des immer-wieder-Aufschreibens – Scriptorien.
Ob auf Papier, Papyrus oder Pergament…
Seit der Spätantike, meist in Klöstern müht man sich für den (klösterlichen) Eigenbedarf oder für den hohen Adel. Durch die Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern geht die Zeit des Scriptorius zu Ende; das Typographeum tritt an seine Stelle.

Irgendwann DRUeCKte man nicht mehr in etwas hinein sondern auf etwas drauf und benutzte z. B. geschnitzte Druckstöcke…
Bald jeodch gab es Platzprobleme, die Lagerhaltung wurde schwierig. Wohin mit all den Holz- und Steinblöcken? Not macht erfinderisch…
Im 2. Jahrhundert v. Chr. wurden in China erste Druckstöcke aus Stein verwendet, der Holztafeldruck wurde etwa im 7. Jahrhundert entwickelt.

Endlich die Erfindung der beweglichen Letter! Die wunderbare Zeit des BuchDRUCKs bricht an. Johannes Gutenberg (eigentlich ja Gensfleisch) haben wir den Mobil-Letterndruck zu verdanken. Die sogenannte Revolution begann. Doch der Mann konnte noch mehr: die Erfindung einer Legierung aus Zinn, Blei und Antimon, einer ölhaltigen Tinte und eines Handgießinstruments; nicht zuletzt der Druckerpresse.

(Buch)DRUCK in Erfurt

1473 Wahrscheinlich aber nicht sicher das Geburtsjahr Erfurter Mobilletterdrucks: Möglicherweise wird der erste Ablassbrief im Mobilletterdruck im Haus zum Güldenen Stern (oder auch: Haus Zum Roten Stern, Zum Goldenen Stern) gefertigt.

1479 Gewiss ist jedoch: am 24. Dezember wird das älteste Thüringer Buch (versehen mit Ort und Jahr) vollendet. Wo genau? Auf dem Petersberg im Benediktinerkloster St. Peter und Paul.

1499 Wolfgang Schenk richtet im Haus Zum schwarzen Horn eine Druckerei ein, verwendete als erster Drucker in Deutschland griechische Typen in größerem Umfang, druckte das erste griechische Lehrbuch Deutschlands, arbeitete als erster Drucker Deutschlands mit
Antiqua-Kursivtypen…

zwischen
1500/1551 mehr als 1.095 Drucke werden in Erfurt verlegt. Im Haus Zur Arche Noah arbeitet Barbara Sachse – eine der ganz wenigen Frauen, die die „schwarze Kunst“ in Europa ausüben!

1525 Im Haus zum Leoparden wird von Melchior Sachse d. Ä. eine Druckerei eingerichtet: Der Grundstein gelegt für eines der „damals größten und leistungsfährigsten Unternehmen mit Verlag, Druckerei und umfangreichen Buchhandel in Erfurt“ (Menzel 2005, S. 6.).

16./17. Jh. 58 Druckereien waren in diesem Zeitraum in Erfurt tätig.

1701-1750 sind 35 Buchdrucker, -händler und -verleger in Erfurt tätig.

1840 arbeiten 9 Druckereien mit 72 Angestellten.

1863 werden 296.000 Kataloge für die Erfurter Gärtnereien gedruckt.

1948 Nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es etwa 30 Druckereien in Erfurt. Ihre Anzahl verringerte sich jedoch in den nächsten Jahren durch Weggang in den Westen Deutschlands und altersbedingte Geschäftsaufgabe.

ab den
1950er Jahren Erfurter Buchdruck spezialisiert sich auf die Produktion hochwertiger Bildbände und wissenschaftlicher Literatur.

Bis etwa 1930 wurde die „schwarze Kunst“ zwar immer stärker mechanisiert aber nie grundlegend verändert.

Mit dem Beginn der 60er Jahre hielt der Fotosatz Einzug. Bis heute wird im Offset gedruckt, der aber durch die Computerisierung unseres Zeitalters starke Konkurrenz durch den Digitaldruck bekommen hat. Im Gegensatz zum Offset- wird im Digitaldruck komplett ohne „richtige“ Druckvorlagen produziert.

…und wieder DRUCK in Erfurt!

Die Idee sich als Druckproduktioner selbständig zu machen, geisterte schon längere Zeit durch meinen Kopf. Manchmal braucht es jedoch einen Schubs. Dieser kam durch die Insolvenz des Druck- und Verlagshauses Erfurt. Nach einigem hin und her Überlegen wagte ich den Schritt:

Seit 01. Dezember 2002 legen Sie die Füße hoch und PROOF macht Druck!
Anfangs noch im ca. 18 qm großen Heimbüro sollte sich die Firma bald vergrößern. Doch die Reklamation des ersten Auftrages hätte den Chef fast wieder zum Aufhören bewegt. Fast! Denn er gab nicht auf.

Zu den Aufgaben von PROOF gehört sowohl die Betreuung unserer Kunden vor Ort als auch Druckabnahmen und Überwachung der Produktion bei unseren Lieferanten.
So musste 2003 der erste „richtige“ Firmenwagen angeschafft werden: Ein nicht mehr ganz taufrischer Opel Vectra. Nach relativ überschaubarer Zeit verweigerte dieser prompt den Dienst. Zuviel Arbeit? Ein neuer Flitzer musste her – er kam auch, schaffte es aber auch nicht lange. Ein übermotivierter Staplerfahrer gabelte nicht nur die Ware sondern auch unseren Firmenwagen auf. Das Ergebnis war traurig aber in seiner Konsequenz überzeugend – ein Totalschaden.

Doch PROOF war nicht aufzuhalten! Die Kundenzahl und damit die Menge der Aufträge wuchs. Der Platz im Heimbüro war längst ausgeschöpft. Ein neues Domizil musste her – PROOF mietete sich in einer Bürogemeinschaft ein. Bis zum Sommer 2005 war PROOF in der Friedrich-List-Straße 13 zu finden.

Die erste Teilzeitkraft wurde eingestellt. Wieder wurde der (Arbeits-)Platz knapp! So zog es uns in die Herderstraße 17 und dort sind wir heute noch zu finden! Ab Januar 2006 – Proof sucht sich Verstärkung und stellt eine Bürokraft ein. Seit dem Frühjahr 2006 haben wir unsere Transportkapazität erheblich vergrößert – mit einem eigenen Transporter. Warum? Ihr Vorteil – direkte und schnelle Lieferung!

Vorläufig
Über 2.300 Aufträge ausgeführt – grob geschätzt 500 Tonnen Papier (und was sich sonst noch so bedrucken lässt). Dazu gab es noch jede Menge graue Haare und obendrein mehr als 2.300 gesammelte Erfahrungen!